Tsundere's Anime Blog


Spring-Season 2010: Erster Eindruck
April 12, 2010, 21:42
Einsortiert unter: Anime, Frischfleisch, Review

Trotz der durchaus drückenden Blicke im Nacken – die meiner Fans, die sich sehnlichst nach Durarara!!-Reviews sehnen – hat Tsundere doch anderes im Sinn. Es duftet nach Blumen, nach Blüten, nach Knospen, nach Heuschnupfen: Der Frühling ist da!

Und wie könnte man es da verschmähen, einen kurzen Blick in die neue Season zu werfen? Zumal die arme Blogger-Seele schon längst nach neuem, endlich gutem Material lechzt. Und siehe da, was manchem Skandal-Poster Schmerzen bereitet, ist für Tsunderes Herz eine Wohltat: Die Frühlings-Season scheint doch einige frische, schöne Blüten mit sich zu bringen.
Nun eine kleine Zusammenfassung, an was Tsundere im Garten der Spring-Animes schon entdecken durfte:

Senkou no Night Raid

«Senkou no Night Raid» heisst das gute Stück, in welchem es an Action nicht zu mangeln scheint. Ein Bürgerkrieg, eine Waffenfirma, das japanische Militär und eine Sondereinheit. Dazu gibt es gratis:

Verfolgungsjagten …

… Explosionen …

… einen guten Plan …

… und einen Mann, dessen Schnäuzchen mir irgendwie bekannt vorkommt.

Scheint offenbar Mode zu sein, wir befinden uns schliesslich auch im Jahre 1931. Aber wollen wir uns nicht lieber mit der Story befassen? Doch, das wollen wir.

Auch wenn das eben besagte Szenario – also ein Bürgerkrieg, eine Waffenfirma und das Japanische Militär – durchaus schon genug Stoff bieten würde, möchte man den heiklen Anime-Konsument doch nicht enttäuschen: Superkräfte müssen her!

Und hier haben wir unsere Helden auch schon: Zur Linken hätten wir Aoi Miyoshi, dessen Fähigkeit zeitlich begrenzt zu sein scheint. Dafür ist sie auch durchaus praktisch. Wer war nicht auch schon in der Situation, dass einem droht, von Schüssen durchbohrt zu werden? Ja, genau in solchen Situationen wünscht man sich, diese Schüsse schlicht und einfach ablenken zu können, nicht wahr? Nun, Aoi ist genau durch diese, oder ähnliche Fähigkeit gesegnet und er scheut auch nicht, diese einzusetzen.

Ganz im Gegensatz zu Kazura Iha (rechts), der es fast schafft, seine Fähigkeit die ganze erste Folge zu verstecken. Ja, wäre da nicht ein Angriff eines chinesischen Clans, der die beiden hübschen fast in die Luft fliegen lässt. Zu dumm auch, wer mag es schon, bei einer Entführung gestöhrt zu werden. So muss Kazura wohl oder übel seine Kräfte als Teleporter nützen.

Geleitet von Yukina (links) und Natsume (rechts) teleporten die beiden sich in Sicherheit.

Yukina Sonogi und Natsume Kagiya bilden das Team im Hintergrund. Natsume überwacht mit seiner aussergewöhlichen Sehstärke die Lage, und Yukina übermittelt die Informationen mit Hilfe von Telepathie an die beiden operierenden in der Gefahrenzone.

Die Mission ist also geglückt: Der Boss der ominösen Waffenfirma ist aus Klauen der einen Kriegspartei gerettet.

Fazit:
Nun, Tsundere hat sich so manches von Senkou no Night Raid verprochen. Ob die Serie dies auch halten kann, wird sich hoffentlich in den nächsten Folgen herausstellen. Bislang wurde zwar mit Action nicht gespart, allerdings findet sich der Zuschauer etwas verwirrt wieder. Zu viele Parteien wurden entweder schon erwähnt oder vorgestellt, sodass manch einer zum Schluss wohl nicht mehr so richtig weiss, wer was warum und wann getan hat.

Schafft es Senkou no Night Raid nicht, diese Verwirrungen aufzulösen und eine ordentliche Spannung aufzubauen, so wird es in meinen Augen weder Blog- noch sonst Potenzial haben, diese Serie weiter zu verfolgen.

Da ich jedoch weder an Chardesign, noch Animation oder Backgrounds etwas auszusetzen habe, erhält Senkou no Night Raid vorerst 6 von 10 Punkten.

Arakawa under the Bridge

«Arakawa under the Bridge» handelt von dem jungen Kou Ichinomiya. Sein Leben scheint perfekt. Unternehmerssohn, intelligent, strebsam, ehrgeizig, natürlich reich. Aber wie der schlaue Leser sich schon denken kann, die Sache hat einen Hacken.

Er kriegt Asthmaanfälle, wenn er in jemandens Schuld gerät. Nun, da der Zuschauer dazustösst, befindet sich Kou in einer bemitleidenswerten Situation:

Und wie es das Schicksal natürlich will, ist das noch nicht alles. Denn Kou findet seine Hose zwar wieder, nur leider hängt sie nun an einem Masten der Brücke fest.

Oh nein, das kannst du nicht Kou! Denk an dein Trauma! Denk an deine Familie! Denk an deine Kinder!

Oh, schon zu spät! Der Mast bricht und mit ihm Kous Stolz. Denn Nino, angeblich eine Venusianerin, rettet Kou vor dem sicheren Ertrinkungstod. Als Gegenleistung verlangt sie nur eines: Kou soll ihr Freund werden. Nicht, dass sie keine Kollegen hätte, nein, der Freund soll er werden, mit allem drum und dran, heiraten, Kinder und so weiter.

Dafür benötigen die beiden jedoch den Segen des Dorf-Chefs.

… welcher ein Kappa ist.

Oder etwa doch nicht? Was für ein Cliffhanger!

Fazit:
Im Voraus habe ich «Arakawa under the Bridge» nicht viel positives vorhergesagt. Nun muss ich meine Meinung doch ein wenig revidieren. Der durchaus etwas schräge Humor hat vermehrt für einen Lacher gesorgt. Auch vermögen Chardesign und Animation zu überzeugen.
Andererseits frage ich mich jedoch, wie lange ich dem Leiden von Kou zuschauen will, kann und möchte. Trotz der Komik könnte doch irgendwann der Fall eintreffen, dass das Ganze meine Mitleidsdrüse etwas zu sehr strapaziert. Deswegen erhält «Arakawa under the Bridge» soweit 7 von 10 Punkten.

Giant Killing

Tsundere und «Giant Killing». Frauen und Fussball. Sigfried und Roy. Zaku und Shino. Ob das gut gehen kann?

Die Antwort lautet: Hell yeah! Zumindest bei einem Teil der Paare. Zum Ersten mag Tsundere Fussball – ganz im Gegensatz zu ihrem Rolf, der dann immer gelangweilt daneben sitzt – und zum Zweiten scheint Giant Killing so einiges zu bieten zu haben.

Zum Beispiel stramme Männerbeine. Was will frau mehr? Genau: Drama, Lügen, Gefühle, Liebe, Affären, Action, Spannung, kurz: Story.

Diese beläuft sich darauf, dass der Fussballklub East Tokyo United, nun, ziemlich aufgeschmissen ist. Der Trainer wechselt ständig, die Spieler werden von besseren Teams abgekauft, die Fans wenden sich ab, die reinste Katastrophe also.

Und einer soll dem Einhalt gebieten: Takeshi Tatsumi. Ein ehemaliger Spieler, der es sowohl auf dem Rasen wie auch daneben sehr weit gebracht hat. Wäre da nur nicht…

… das Tatsumi ETU im dümmsten Moment verlassen hatte, um im Ausland spielen zu gehen.

Einen Verräter, den will man nicht. Vor allem die Fans nicht. Den Spielern war das vorerst noch egal, doch auch das änderte sich schlagartig: Denn Tatsumi verbannt alle guten Spieler aus dem Stammteam. Zeit für eine akustische Einlage (*räusper*): Pam pam paaaaaaam.

Nice Cliffhanger Nummero zwei.

Fazit:
Zwar funktioniert «Giant Killing» genau gleich wie jeder andere Sport-Anime: Der grottenschlechte, üble, abgrundtief unbegabte, vom Schicksal verhöhnte Opfer-Klub muss sich wieder auf dem harten, steinigen, gemeinen, hinterlistigen und unglaublich durchtriebenen Weg nach oben Arbeiten. Dies gelingt natürlich nur mit Vertrauen, Zusammenarbeit, Freundschaft: Männerliebe.
Doch irgendetwas ist anders. Irgendetwas macht «Giant Killing» zu etwas Besonderem. Ob es am Chardesign liegt, oder daran, dass wir ausnahmsweise keinen präpubertären Rotzlöffeln zugucken müssen, weiss ich nicht. Oder ist es vielleicht der simple, und doch sehr effektive Cliffhanger? Who knows? Es scheint einen Fussballgott zu geben, und der sagt mir ganz eindeutig: «Schaaaau Giant Killiiiiiing, loooooooos». 8.5 von 10 Punkten.

Hakuouki

Ja, nur zu! Ich weiss was jetzt kommt. Und trotzdem kann mich niemand davon abhalten, weder davon «Hakuouki» zu schauen, noch zu bloggen.

Dies hier ist unsere bezaubernde Mauerblümchen-Protagonistin. Auf der Suche nach ihrem verschollenen Vater trifft sie auf eine Gruppe wunderschöner Männer.

Zauberhaft, nicht wahr? Oh, nein, das ist nur einer der Zomibes, aka Besessenen, aka was auch immer. Diese werden natürlich von den wunderschönen Männern abgeschlachtet.

«Ach ich? Ich bin nur der hässliche Diener hier. Beachte mich nicht weiter.»

Find ich gut.

Fazit:
Klar, ich gebe zu: Sich mit diesen Jungs auf die Suche nach seinem Vater zu begeben, das ist nichts, als purer Fanservice. Auch wenn ich persönlich vielleicht die Suche nach meinem Vater aufgeben würde, und die Zeit eher für andere Dinge nutzen würde…

Und eines, meine Herren, möchte ich hier noch klarstellen: Fanservice für Frauen ist nicht gleich schwul. Ihr denkt wohl, eine Art Privileg zu haben, oder wie? Wenn Frauen jeglichem Fanservice für Männer auf dieser Welt entgehen wollten, dann meine Lieben, müssten wir Frauen uns entweder die Augen ausstechen lassen, oder gleich direkt von der nächsten Brücke springen.
Natürlich nicht ohne die obligate Sicht auf ein Plakat mit Titten drauf. Die Welt ist schon ironisch manchmal. Und dann kommt einmal, einmal etwas nackte Männerhaut vor und schon rennen die Herren der Schöpfung im Kreis und entsetzen sich…

Entschuldigt, ich verrenne mich da in einem Thema, dass es eh nicht wert ist zu diskutieren. Auf jeden Fall hat mir die Story Aussicht bisher sehr gut unterhalten, und deswegen gebe ich «Hakuouki» 7 von 10 Punkten. Dozo.

Nun wären wir schon fast am Ende unseres kleinen Rundganges durch die prachvolle Blumenwelt des Lenzes. Nur wären da noch die etwas unspektakulären Gänseblümchen. Da Gott aber auch diese mit Liebe geschaffen hat, wollen wir sie doch nicht leer ausgehen lassen.

Kaichou wa Maid-sama!

Die Story um Parttime-Maid Misaki werde ich mir wohl oder übel entgehen lassen. Da ich den Manga schon aus der Daisuki kenne, nutze ich die Zeit lieber für andere Animes dieser Season.

Mir scheint, als hätten wir ein ganz durchschnittliches Exemplar von Shojo, und somit gebe ich «Kaichou wa Maid-sama!» auch ganz durchschnittliche 5 von 10 Punkten.

Working!!

Auch hier handelt es sich offensichtlich um ein ganz normales Exemplar von Slice of Life. Auch wenn es wohl eines der besseren in dieser Season ist *hust* K-ON!! *hust* bin ich doch schon etwas übersättigt was dieses Genre betrifft. Darum werde ich wohl auch «Working!!» nicht weiter verfolgen, ausser ein Doppelgänger würde sich bereit erklären, sämtliche meiner Versuche an Geld und so zu kommen, zu übernehmen. Freiwillige können gerne vortretten, das wird ein Spass! Für mich. Nicht für euch.

Somit kriegt auch «Working!!» nur eine eher durchschnittliche Note von 6 von 10 Punkten.


1 Kommentar bis jetzt
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“Der Frühling ist da!”
Heureka! Ergibt nicht sonderlich viel Sinn, aber was soll’s…

“Und siehe da, was manchem Skandal-Poster Schmerzen bereitet, ist für Tsunderes Herz eine Wohltat: Die Frühlings-Season scheint doch einige frische, schöne Blüten mit sich zu bringen.”
Skandal-Poster? Nörgeln betreffend der aktuellen Season? Man scheint mir Qualität zu verkennen, wie so oft.

“Verfolgungsjagten …”
Kehre zurück zu Klasse 1, du hast “Jagd” mit “t” geschrieben, schämst du dich nicht?

“? Nun, Aoi ist genau durch diese, oder ähnliche Fähigkeit gesegnet und er scheut auch nicht, diese einzusetzen.”
Telekinese ist das Stichwort, zumal er nicht nur Kugeln ablenkt.

“allerdings findet sich der Zuschauer etwas verwirrt wieder. Zu viele Parteien wurden entweder schon erwähnt oder vorgestellt, sodass manch einer zum Schluss wohl nicht mehr so richtig weiss, wer was warum und wann getan hat.”
Senkou no Night Raid ließ mich nach dem Erstversuch durchaus verdutzt zurück, nach einem aufmerksamen Rewatch hingegen lösen sich die Probleme gewissermaßen von selbst.
Alles in allem gefiel mir die Folge sehr gut, 8/10.

Arakawa bereitete mir viel Spaß, sodass das Werk mit 7 Punkten meinen MAL-Account nach 2 Folgen verunsichert, doch scheint mir nicht zu leugnen sein, dass du bewusst auf Manservice in deinen Reviews setzt.0.o

“Einen Verräter, den will man nicht.”
Durchaus unfreiwillig witzig anzusehen, dass sich Fans und Konsorten querstellten, ihren Unmut mehr als kündlich äußerten, die triste Zukunft des Vereins jedoch leugneten, getreu dem Motto: “Ob der Verein nun auseinanderbricht, kümmert uns nicht. In unserer Eigenschaft als wahr(st)e Fans
hegen wir allesamt zu Lebzeiten einen Groll auf die mögliche Rettung!”
Insgesamt ganz nett, mehr jedoch auch nicht. 6/10.

“Auf der Suche nach ihrem verschollenen Vater trifft sie auf eine Gruppe wunderschöner Männer.”
Wie Melonpan so schön sagen würde: Es kann passieren. Auch dir.

“Fanservice für Frauen ist nicht gleich schwul.”
Dem pflichte ich bei. Frauen stehen lediglich auf schwule Anime und… ärm…

“Die Welt ist schon ironisch manchmal.”
Nach all den tollen Sasuke-Fangirls und insbesondere der prahlenden Yaoi-Sparte des deutschen Manga-Marktes kann von Diskriminierung keine Rede mehr sein.;)
Hakuouki ließ ich lediglich 4 Punkte zukommen, das Setting ist gewiss nicht mein Ding, Unterhaltung bot der Spaß nicht, die BGM, sofern vorhanden, ödete schlichtweg an. Die Charaktere hingegen sind allemal interessant.

Btw, du konsumierst Rainbow nicht? Nach einer gelungenen ersten Folge und ausreichend Potenzial bin ich mit Zuversichts hinsichtlich des Werkes versehen.
Geschmackssache ist das gute Stück jedoch allemal, verfährt es nicht sonderlich zimperlich mit den Akteuren.

Kommentar von ZakuAbumi




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